Fama ist ein Glücksfall für Schenefeld – Bewährtes Konzept für altersgerechtes Wohnen hat einen Standort gefunden

April 11, 2018 - Redaktion

Der Bedarf ist groß und das Angebot gering: Wohn- und Pflegeeinrichtungen für die ältere Bevölkerung in der Stadt Schenefeld. Nun gibt es Licht am Ende des Tunnels: Das bewährte Konzept der Fama-Einrichtungen kommt nach Schenefeld, wenn die Bebauung befürwortet wird. Das Konzept wurde dem Seniorenbeirat und den Parteien in Schenefeld vorgestellt. Alle reagierten positiv auf dieses Vorhaben. Um eine Baugenehmigung erteilen zu können, muss der Bebauungsplan geändert werden. Hierfür geht der Antrag am 26. April in den Bauausschuss. Die Schenefelder können nur hoffen, dass hier positiv entschieden wird.
Denn außer einer größeren und zwei kleineren Einrichtungen gibt es keine Möglichkeit für Schenefelder Seniorinnen und Senioren einen Platz in einem Pflegeheim zu bekommen oder seniorengerecht und betreut zu wohnen. Viele Schenefelder haben einen Platz im Luruper Fama gefunden oder stehen dort auf der Warteliste. Aber wer in Schenefeld ansässig ist, dort vielleicht aufgewachsen ist und seine Kinder groß gezogen hat, möchte in vertrauter Umgebung bleiben. Alte Bäume sollte man nicht verpflanzen (müssen). Das Fama sieht sich also nicht als Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen, sondern als Ergänzung. Selbst mit diesem Bau ist die Betreuung, wenn man sich die demografische Entwicklung anschaut, nicht bedarfsdeckend. Schon heute sind von den 20.000 Einwohner/-innen der Stadt Schenefeld ca. 6000 Senioren.  Die Wohnungen im Fama sind zwischen 45 qm² und 55 qm² groß, in denen ein bis zwei Personen leben können. Sie sind komplett barrierefrei und mit einer Küchenzeile ausgestattet. Alle pflegerischen Leistungen können, müssen aber nicht, dazu gebucht werden. Neben diesen Wohnungen gibt es eine Tagespflege, zwei Wohngruppen für Demenz- und Schwerstpflegefälle sowie Gemeinschaftsräume für Veranstaltungen. Für große Veranstaltungen können die Schenefelder durch einen Fahrdienst ins Luruper Fama kommen und dort beispielsweise an einer Filmvorführung teilnehmen. Es soll eine Gemeinschaft zwischen Lurup und Schenefelder Fama-Bewohnerinnen und Bewohnern entstehen und einen regen Austausch geben. Das Fama Schenefeld öffnet seine Türen auch für Bürgerinnen und Bürger aus der Umgebung, die gern am Mittagstisch teilnehmen können.
Die Unternehmensgruppe Convivo, die sich als Dienstleister im Gesundheitsmarkt mit dem Schwerpunkt Pflege einsetzt, ist die Betreiberin des Fama. Der Wunsch der Betreiber: Fama soll eine „Kette“ werden. Fama 1 ist in Lurup, Fama 2 soll in Schenefeld gebaut werden und Fama 3 und 4 kommen wieder nach Hamburg in die Stadtteile Osdorf und Eidelstedt. Als ein bundesweites Vorzeigekonzept, weil es ein gutes und erfolgreiches ist, kommen viele Politiker und Bauunternehmen nach Lurup, um sich das Fama zeigen zu lassen.
„Das Konzept, dass Herr von Mallesch vorgestellt hat, ist überzeugend“, sagt Christiane Küchenhof, Bürgermeisterin der Stadt Schenefeld. „Die Menschen können in jeder Lebensphase in diesem Wohnhaus verbleiben und müssen nicht ausziehen. Ein solches Konzept gibt es bislang nicht in Schenefeld. Der Bedarf an bezahlbaren und dazu barrierearmen Wohnungen ist vorhanden und wird weiter zunehmen, daher kann ich das Projekt nur befürworten. Auch der Standort ist ideal: Einkaufsmöglichkeiten, Busverbindungen und Ärzte sind in der Nähe und auch der Weg ins Grüne liegt vor der Haustür.“
Der „Wohnpark Schenefeld“, wie das Bauprojekt offiziell heißt, gliedert sich gut in die umliegende Bebauung ein und würde den baulichen „Schandfleck“ entfernen, weil die Garagen, die heutzutage auf dem Baugrundstück stehen, doch in die Jahre gekommen sind. Als Ersatz für die Garagen, die die angrenzenden Reihenhausbewohner momentan angemietet haben, erhalten sie zukünftig einen Stellplatz in der Tiefgarage oder in den 17 neuen Garagen, die im Grundstücksbereich Ebenholzweg 2 – 8 ebenfalls gebaut werden. Fama 2 passt sehr gut auf das vorgesehene Grundstück. Das Schenefelder Stadtzentrum ist fußläufig zu erreichen. Die Grünanlage an der Düpenau ist in der Nähe.
Das Fama wird gebaut von der Grundstücksverwaltung von Mallesch. Arnold von Mallesch hat die Gespräche mit der Stadt geführt und ihnen gesagt, dass er sich freuen würde, das Gebäude in Schenefeld errichten zu können. Nun liegt die Entscheidung an der Stadt Schenefeld.
Eckhard Vogelgesang, der Vorsitzende des Seniorenbeirats ist begeistert: „Als Erstkontakt hat Herr von Mallesch dem Seniorenbeirat das Konzept vorgestellt. Vor etwa fünf Wochen hatten wir dann gemeinsam mit der Bürgermeisterin das Fama in Lurup besucht und die Pläne für Schenefeld besprochen. Wir sind sehr froh, dass wir ein Unternehmen mit dieser Ausrichtung gefunden haben. Die soziale Einstellung von Herrn von Mallesch beeindruckt mich sehr. Er möchte für andere Menschen etwas tun und es ist toll, dass er sich nun auf Schenefeld konzentriert und uns eingebunden hat. Bei diesem Projekt entsteht etwas Hand in Hand zwischen Politik, Seniorenbeirat und Wirtschaft.“
Die Wahl der Gemeinde- und Kreisvertretungen ist am 6. Mai 2018. Keine Partei nimmt bisher die Gruppe der älteren Wählerinnen und Wähler in den Fokus, die doch die größte Wählergruppe darstellt. Das Fama wäre ein aktiver Beitrag der Parteien, etwas für die älteren und alten Schenefelderinnen und Schenefelder zu tun. Mitte 2019 würde es mit dem Bau losgehen. Bleibt zu hoffen, dass Schenefeld deutlich „Ja!“ sagt zu diesem Projekt.

Stephanie Rosbiegal

Kategorie Schenefeld

© 2013-2018 | Das Wochenblatt der Elbgemeinden: Schenefelder-Bote – Luruper Nachrichten – Osdorfer Kurier - Webrealisierung: Webagentur J.Wien – 22869 Schenefeld – www.jw-webservice.de