Mehr Busse – gesteigerte Taktzeiten – weitere Haltestellen und ausreichend Stellplätze – Verkehrskollaps in Bahrenfeld verhindern – „Masterplan Verkehr“ muss bis 2020 kommen! Auch Trassenführung der Schnellbahnanbindung nach Osdorf und Lurup muss Bahrenfeld entlasten

April 18, 2018 - Redaktion


Insgesamt über 180 Bürgerinnen und Bürger aus Bahrenfeld, Osdorf und Lurup waren auf Einladung des Altonaer Bundestagsabgeordneten Marcus Weinberg bei zwei Veranstaltungen in Bahrenfeld und in Lurup in der letzten Woche zu Gast, um über die Auswirkungen der Bau- und Verkehrspolitik auf die Stadtteile zu diskutieren. Als Referenten waren unter anderem mit dabei: Dr. Liane Melzer, Bezirksamtsleiterin Altona; Johannes Gerdelmann, Dezernent für Wirtschaft, Bauen und Umwelt; Andreas Ernst, Leiter Bürgerbeteiligung der Hamburger Hochbahn AG; Jürgen Beeck, Initiative „Starten.Bahn.West“; Hans-Werner Fitz vom Bahrenfelder Bürgerverein sowie Sven Hielscher und Tim Schmuckall von CDU-Bezirksfraktion Altona. Dazu sagte der Altonaer Bundestagsabgeordnete und Bahrenfelder Marcus Weinberg „Das Fazit für die Bürgerinnen und Bürger und für uns ist klar: Wird bis 2020 kein Masterplan zur Entlastung des Individualverkehrs und zum Ausbau des ÖPNV entwickelt, droht Bahrenfeld bereits in fünf bis acht Jahren ein Verkehrskollaps. Bereits heute kann das hohe Fahrgastaufkommen durch den vorhandenen ÖPNV kaum noch bewältigt werden. Die Nachverdichtung im Wohnungsbau in Bahrenfeld durch die Neubauvorhaben an der Trabrennbahn oder im „Rotlichtdreieck“ sowie die großen Stadtentwicklungsprojekte in und um Bahrenfeld wie der „Neuen Mitte Altona“, der Verlegung des Fernbahnhofs nach Diebsteich oder dem Deckelbau werden Bahrenfeld mit zusätzlichen Individual- und Baustellenverkehr belasten und es droht der völlige Zusammenbruch. Bereits heute sind die vorhandenen Wohngebiete durch Schleichverkehre und „Wildparker“, nicht nur bei Großveranstaltungen in den Arenen oder Straßenbaumaßnahmen, stark belastet, sondern auch im Alltäglichen. Daher muss der Stadt sicherstellen, dass bei der Schaffung von großen Wohnquartieren in auch entsprechender Parkraum vorhanden ist und das der Schnellbahnanschluss, auf den der Hamburger Westen seit den 1970er Jahren wartet, zwingend auch den Stadtteil Bahrenfeld entlastet. Der Senat, das zuständige Bezirksamt Altona und der HVV haben die Alarmsignale bereits heute ernst zu nehmen.
Sven Hielscher, stellvertretender Vorsitzender und Bauexperte der CDU-Bezirksfraktion Altona, merkte an „Für das große Neubaugebiet auf dem Gelände der Trabrennbahn in Bahrenfeld ist autoarmes Wohnen bei einem derzeit unterversorgten Nahverkehrsgebiet sehr skeptisch zu betrachten. Deswegen sind gerade in diesem neuen Wohnquartier Tiefgaragenlösungen zwingend notwendig.“
Und Tim Schmuckall, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Bezirksfraktion Altona erklärt hierzu „Voraussichtlich erst 2019 wird feststehen, ob eine S-Bahn oder eine U-Bahn die vernachlässigten Stadtteile Lurup, Osdorf und die Arenen erreichen soll. Dabei hätte eine S-Bahn mit der Erschließung des neuen Altonaer Fernbahnhofes am Diebsteich mit einer Streckenführung über Bahrenfeld/DESY zu den Arenen bis nach Osdorf aus unserer Sicht enorme Vorteile gegenüber dem geplanten Streckenverlauf der U5. So oder so, vor 2035/2040 wird es keinen Schnellbahnanschluss geben. In der Zwischenzeit muss der stetig steigende Mobilitätsbedarf durch zusätzliche Busse, gesteigerte Taktzeiten und weitere Haltestellen abgedeckt werden. Bereits heute sind die vorhandenen Metrobusse in Stoßzeiten komplett überlastet. Allein durch DESY mit dem Ausbau des Forschungscampus in Bahrenfeld und viele neue Wohnquartiere steigt das Fahrgastpotential erheblich. Hier muss der rot-grüne Senat gemeinsam mit dem HVV unverzüglich handeln, ansonsten wird das Ziel, die dort betroffenen Altonaer zum Umsteigen in den ÖPNV zu bewegen, nicht erreichbar sein.“

Kategorie Lurup , Osdorf , Schenefeld

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